Schnell und informativ: Wir bieten Ihnen die erste Hilfe die Sie brauchen.

WorkMed setzt auf Erfahrung, Forschung, Fakten und konkrete Empfehlungen sowie aktive Unterstützung aller Beteiligten. Weil es für eine nachhaltige Integration nicht nur die Betroffenen braucht, sondern auch die Arbeitgeber, Versicherungen und Behörden. Und weil auch alle Beteiligten dasselbe Ziel haben, nämlich «das Beste zu schaffen».

In unserem Ratgeber geben wir Ihnen Tipps und Tricks, wie Sie in Problemsituationen reagieren und Betroffenen helfen können.

Normalerweise ja. Psychisch krank zu sein bedeutet meistens nicht, dass man nicht arbeiten kann: 75% aller psychisch kranken Personen gehen einer Erwerbstätigkeit nach. Ein vollständiger Arbeitsunterbruch ist meist nur bei schweren psychischen Beeinträchtigungen angezeigt (schwere Depression, Psychose, akute Selbst- und Fremdgefährdung etc.).

Das betrifft leider sehr viele und wird meist unterschätzt: Jede fünfte erwerbstätige Person hat eine diagnostizierbare psychische Erkrankung. Kadermitarbeitende sind kaum seltener betroffen. Meist wird dies gar nicht bemerkt. Aber die Erkrankung schlägt sich doch nieder in vermehrten Arbeitsabsenzen und vor allem in einer etwas reduzierten Produktivität.

Wenn einem etwas auffällt, darf man es auch ansprechen. Ansprechen schadet nicht, sondern entlastet normalerweise alle Beteiligten. Wichtig ist, dass man als Vorgesetzte/r Probleme anspricht, bevor man sich über den Mitarbeiter, die Mitarbeiterin richtig ärgert - und solange man die Person noch behalten will. Ansprechen und konfrontieren heisst auch, dem Mitarbeiter, der Mitarbeiterin zu signalisieren: «Es interessiert mich, wie es Dir geht».

Sich Mühe geben ist immer wichtig, bei psychisch wie bei körperlich kranken und auch bei gesunden Mitarbeitenden. Fordern Sie das auch ein. Auch wenn man krank ist, kann man sich etwas mehr oder weniger Mühe geben, und das ist oft entscheidend für die Problemlösung. Akzeptieren Sie aber die psychische Krankheit: Wenn jemand depressiv ist, kann er sich nicht Mühe geben, extrovertiert zu sein und Initiative zu zeigen.

Kommt darauf an: Wenn Ihre psychischen Probleme zu deutlichen Beeinträchtigungen in Leistung oder Verhalten am Arbeitsplatz führen, ist ein offenes Gespräch fast immer sinnvoll – dass etwas nicht stimmt, merken sowieso meist alle. Chefs und Arbeitskollegen sind normalerweise erleichtert und auch hilfsbereiter, wenn das Problem aktiv kommuniziert wird. Wenn man früher schon wegen psychischer Probleme, Konflikte oder Krankschreibungen eine Stelle verloren hat, ist eine offene Kommunikation meist unumgänglich. Mit Offenheit ist aber auch immer ein gewisses Risiko verbunden, das gilt auch hier. Wenn sich die Probleme im Arbeitsalltag gar nicht zeigen, muss man auch nichts sagen.

Genau genommen haben haben diese nicht zugenommen, sie waren schon immer sehr häufig. Arbeitsunfähigkeiten wegen psychischer Erkrankungen haben aber zugenommen. Gründe liegen wohl vor allem in einer gestiegenen Sensibilisierung, in der Professionalisierung der Hilfen (jedes Jahr begeben sich eine halbe Million SchweizerInnen in eine psychiatrische Behandlung) und vielleicht auch in einer verringerten Toleranz ‚schwierigen‘ Verhaltens.

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